
Hans Hotter singt "Treuröschen" von Carl Loewe ( 1796-1869 ) Michael Raucheisen, Klavier 24. September 1943 Es war ein Jäger wohl keck und kühn, der wußte ein schönes Röschen blühn, das hielt er höher als Gut und Gold; es wurd' ihm im Herzen so licht und hold, wenn er nur Treuröschen sah, trala, trala, trala! wenn er nur Treuröschen sah! Und wenn der Abend die Flur betaut, da zog der Jäger zur süßen Braut; er zog hinauf mit Sing und Sang, mit Liederton und Hörnerklang, bis er Treuröschen sah, trala, trala, trala! bis er Treuröschen sah! "Treuröschen, Treuröschen, hörst du das Lied, wo nur dein Name lebet und blüht? Vorüber ist das bräutliche Jahr, bald führ' ich Treuröschen zum Traualtar." Da spricht Treuröschen: "Ja!" Trala, trala, trala! Und wie er vom Pferde gesprungen ist, so sitzt er bei Liebchen und scherzt und küßt, und scherzte bis um Mitternacht in stiller, heitrer Liebespracht, Treuröschens Herzen so nah, trala, trala, trala, so nah! Die Sternlein verblichen, der Morgen graut, der Jäger kehrt heim von der süßen Braut, er jaget hinab durch Wald und Flur, erfolgt einem Hirsch auf flüchtiger Spur, so schön, wie er keinen noch sah! Trala, trala, trala! Und der Hirsch vom hohen Felsenstein springt blind ins Klippental hinein, und hinter ihm stürzt ins tiefe Grab das wütende Pferd mit dem Reiter hinab; kein Auge ihn wieder sah! Trala, trala, trala! Und als der Abend den Tau geweint, so harrt Treuröschen auf ihren Freund, und harrt und hofft auf Sing und Sang, auf <b>...</b>
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